Wartung
- Infolge der gezielten Wasser-Zuführung des gefilterten Wassers in das Aquarium entsteht eine Querströmung Richtung Vorfilter. Der Fischbesatz sollte so gewählt werden, dass der anfallende Schmutz kontinuierlich aufgewirbelt und somit durch diese Querströmung in die Schlammkammer transportiert werden kann. Die Folge ist ein perfekt sauberes Aquarium ohne lästiges Schlamm-Absaugen. Damit bleibt auch den Fischen der wöchentliche Stress erspart, von einer Ecke in die andere gejagt zu werden.
- Darauf achten, dass die Einlaufsiebe zum Vorfilter immer frei von Schmutz sind. Bei massiver Verschmutzung fällt der Wasserspiegel im Vorfilter stark ab, die Pumpengeräusche steigen hörbar an. Normalerweise sollte das Wasser-Niveau im Vorfilter nicht tiefer als 2 cm unterhalb jenem im Aquarium liegen.
- Der Vorfilter sollte regelmäßig (wöchentlich) gereinigt werden, denn der Schmutz, der dem Aquarium vor seiner Zersetzung entnommen wird, kann das Aquariumwasser nicht belasten (Ammonium, Ammoniak, Nitrit, Nitrat). Das Reinigen ist eine Angelegenheit von nur wenigen Minuten:
- Lösen der Schraubverbindung ywischen Druckrohr und Druckstutzen der Pumpe
- Herausnehmen der gesamten Pumpengruppe aus der Vorfilterkammer
- Ansaugrohr aus dem Filterschwamm herausziehen
- Den Filterschwammin sauberem Wasser durch "Kneten" auswaschen, bis sämtlicher Schmutz entfernt ist.
- Den Filterschwamm über das Ansaugrohr schieben. Darauf achten, dass alle Einlaufbohrungen des Ansaugrohres vom Filterschwamm überdeckt werden
- Mit einem kurzen Schlauch den Schlamm auf dem Boden der Vorfilterkammer absaugen (ca. 5ß10 l).
- Verdunstetes und abgesaugtes Wasser nachfüllen.
- Die zusammengebaute Pumpengruppe in die Vorfilterkammer einführen und mit dem Druckrohr verbinden. Pumpe einschalten, evtl. "entlüften".
- Den Hauptfilter und den Endfilter nie reinigen. Dadurch würde das biologische Gleichgewicht durch Auswaschen der Bakterienstämme gestört.
- Darauf achten, dass die Umwälzpumpe immer in Betrieb ist. Ansonsten besteht die Gefahr einer Nitritvergiftung. Eine reduzierte Förderleistung der Pumpe kann ihre Ursache in übermäßiger Verschmutzung der Einlaufsiebe, des Filterschwamms oder der wasserführenden Teile (Rohre oder Pumpen) haben, was sich u.a. durch einen lauteren Lauf der Pumpen bemerkbar macht. In beiden Fällen ist eine Reinigung der verschmutzten Teile erforderlich.
- Bei der Reinigung der Pumpe ist folgendes zu beachten:
- Pumpe ausbauen
und den Bajonettverschluss durch Drehen um 90° öffnen und das Pumpengehäuse vom Statorgehäuse abnehmen.
- Darauf achten, dass das im abgenommenen Pumpengehäuse untergebrachte Lager (Gummikappe samt Teflonring, sofern vorhanden) nicht verloren geht. Es befindet sich entweder noch an seinem Platz im abgenommenen Pumpengehäuse oder aber auf dem Wellenende des Rotors. In beiden Fällen das Lager ab- bzw. herausnehmen.
- Welle und Flügelrad samt Anker aus dem Statorgehäuse herausziehen . Auch hier gilt, dass am entsprechenden Wellenende ein Lager vorhanden ist, das sich entweder am entsprechenden Wellenende oder noch an seinem Platz im Statorgehäuse befindet. Beim Herausziehen des Rotors darauf achten, dass dabei die Welle nicht verbogen oder im falle einer Keramikwelle zerbrochen wird.
- Sämtliche Pumpenteile vorsichtig reinigen.
- Pumpe wie folgt zusammenbauen:
- Statorseitiges Wellenende mit Teflonring (falls vorhanden) und übergestülpter Gummikappe in die entsprechende Aussparung im Statorgehäuse drücken.
- Flügelrad sat Anker auf die Welle stecken und in die Bohrung des Statorgehäuses drücken.
- Auf das freie Wellenende den teflonring (falls vorhanden) und die Gummikappe stülpen.
- Das Pumpengehäuse auf das Statirgehäuse setzen; durch die Zulaufschlitze kann das korrekte Einführen des Lagers in die Aussparung im Pumpengehäuse beobachtet werden. Durch Drehen des Bajonettverschlusses die Verbindung Pumpe und Stator fixieren.
- Zu beachten ist, dass jede Rotationspumpe pulsierend fördert, wobei die anregende Frequenz dem Produkt aus Flügelzahl und Drehzahl des Rotors entspricht. Dies kann zur Folge haben , dass andere Gegenstände des Gesamtsystems in Resonanz versetzt werden mit einer z. T. unzumutbaren Lärmentwicklung. Dies kann die Pumpe selbst sein, deren Gehäuse oder Ansaugrohr die Aquarienscheibe berührt , die Druckleitung, Heizung oder irgend ein Gegenstand im Unterschrank oder auf dem Aquarium, oder der Unterschrank selbst, usw. In solch einem Fall ist es wichtig, die Lärmquelle ausfindig zu machen und durch eine Lageverschiebung oder Zwischenschieben eines dämpfenden Schaumstoffes Abhilfe zu schaffen.
- Die Luft-Selbstansaugung der Oberflächenwasserzufuhr kann ebenfalls durch Verschmutzung (Bakterien) beeinträchtigt werden. Im Wasseraustrittsstutzen ist ein Nippel mit Luftschlauch und Luftansaugdrossel angebracht. Im Störungsfall müssen Nippel und/oder Luftschlauch samt Drossel gereinigt werden.
- Die Temperatur im Aquarium ist in der Regel etwas tiefer als an den Thermostaten der Heizstäbe eingestellt ist. Um die gewünschte Wassertemperatur zu erhalten, müssen die Thermostate entsprechend höher eingestellt werden.
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