Die Geschichte der Back to Nature Aquariumrückwände

Die Präsentation der Back to Nature Rückwände
anlässlich der Inter Zoo 1994 fand bei vielen Aquaristik
Magazinen weltweit große Beachtung. Dies ist ein Artikel im
Swedish Magazine Akvariet. |
Als die Back to Nature Aquarien-Rückwände
zum ersten Mal einem breiteren Publikum auf der Inter Zoo 1994 vorgestellt
wurden, lösten sie durch ihre in jedem Detail einmalige Nachbildung
der Natur eine Sensation aus. Für den Betrachter war es schwierig,
den Unterschied zwischen Natur und Imitation festzustellen.
Eine weitere Neuigkeit, die diese Rückwände boten, waren
die Installation innerhalb des Aquariums und die Möglichkeit
Filter, Pumpen und Heizung hinter ihr zu verstecken.
Nach der Einführung 1994 gab es viele Versuche, Kopien auf dem
Markt zu etablieren, jedoch bis heute ist Back to Nature die
Nummer 1 in Schönheit, Haltbarkeit und Qualität. Die Geschichte
von Back to Nature fing aber nicht erst 1994 an, sondern begann
viel früher.
Joel Malmström, Stockholm, Schweden
Joel (bekannt unter dem Namen Charlie) ist heute der alleinige Besitzer
der Firma "On the Rocks AB", die die Back to Nature Rückwände
produziert.
Joel ist ein langjähriger Experte auf dem Gebiet Aquarien und
Terrarien, denn schon als kleiner Junge interessierte er sich für
alle Arten von Tieren. Mit 20 entdeckte er die Möglichkeit, sein
Hobby zum Beruf zu machen. Als erstes wurde er Aquarienfischzüchter.
Dann eröffnete er ein Zoogeschäft. Später spezialisierte
er sich auf den Import von tropischen Fischen. Aber Fische waren nicht
seine einzige Leidenschaft, so fing er an, auch Schlangen und kleine
Säugetiere zu züchten. Bald darauf baute er die ersten Terrarien.
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Joel Malmström an einem von vielen Messeauftritten. |
Die heutige Firma "On the Rocks AB" wurde
1989 gegründet. Sie war hauptsächlich eine Produktionsstätte
für Terrarien, betrieb aber auch einen Laden für den Markt
in und um Stockholm.
In den ganzen Jahren verlor Joel nie sein Interesse an den Tieren
und deren Lebensräume. Neben der Produktion von Terrarien begann
er mit neuen Ideen für Aquarien und Terrarien zu experimentieren.
1992 traf Joel Sune Holm. Sie starteten eine Kooperation, aus der
später die Back to Nature Rückwände entstanden.
Sune Holm, Stockholm, Schweden
Auch Sune war schon als Kind an Aquarienfischen interessiert. Er spezialisierte
sich jedoch mehr und mehr auf die Inneneinrichtung von Aquarien. Schon
in den 70igern war er auf diesem Gebiet ein sehr geschätzter
Dozent in Skandinavien. Tausende Aquarianer ließen sich jahrelang
durch die Vorträge und Artikel von Sune zum Bau eigener Aquarienrückwände
aus Isopor inspirieren. |

Sune Holm vor einem Back to Nature Aquarium. |
In seinem früheren Job (Flugbegleiter
bei SAS) bereiste Sune die ganze Welt. Als Aquarianer nutzte er die
Gelegenheit, Photos von Aquarienfischen und deren natürlichen
Biotopen zu machen. Diese Photos inspirierten ihn später bei
der Dekoration seiner Aquarien.
Isopor, als Rohmaterial für Dekorationen, ist jedoch nicht das
perfekte Material, da es sehr viel Platz im Aquarium einnimmt. Deshalb
versuchte Sune sich an neuen Techniken. Mehrere Jahre experimentierte
er mit verschiedenen Materialien, um die perfekte Aquarienrückwand
zu erschaffen.
An der selben Aufgabenstellung arbeitete auch Joel seit einigen Jahren.
Nachdem sie sich getroffen hatten, entschieden sie, zusammen weiter
zu forschen. So konnten sie die Erfahrungen von beiden nutzen und
fingen an, Aquarien- und Terrarienrückwände in kleinen Mengen
zu produzieren. Einer ihrer ersten Kunden war eine große Aquarienverleihfirma
in Stockholm. |

Die Markteinführung der Back to Nature Rückwände
wurde von Kjell Fohrman, zusammen mit Sune und
Joel vorgenommen.
Im Bild sitzt er vor einem seiner Back to Nature Aquarien.
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Kjell Fohrman, Jonsered, Schweden.
Ende 1993 besuchte Kjell Fohrman die Verleihfirma und sah ein Aquarium
mit einem riesigen Felsen. Er konnte nicht glauben, dass es möglich
war, einen so großen Stein in ein Aquarium einzubauen. Noch
erstaunter war er als er erführ, dass dieser Felsen nicht echt
sondern aus Plastik war.
Kjell besaß seit Jahren eine Firma im Aquaristikbereich (zu
der Zeit als Großhändler von Aquarien mit komplettem Zubehör
und tropischen Fischen). Er nahm sofort Kontakt mit Joel und Sune
auf, da er eine Rückwand für sein privates 700 l Aquarium
erwerben wollte. Natürlich war er auch an einer Kooperation interessiert.
Das Ergebnis dieser Zusammenkunft war eine Geschäftsbeziehung,
bei der die Firma von Sune und Joel für die Entwicklung und Produktion
verantwortlich war und die Firma von Kjell für Marketing, Verkauf
und Logistik. Gleichzeitig erhielt die Rückwand den Namen - Back
to Nature. |
1994
Auf der Inter Zoo in Nürnberg in Deutschland (die größte
Zoofachmesse auf der ganzen Welt) wurden die ersten Back to Nature
Modelle (Amazonas 200 cm, Malawi, Tanganyika und die Module) vorgestellt
und, wie schon erwähnt, mit großem Erfolg. Ein neuer Trend
in der Aquarienwelt war geboren - naturgetreue Rückwände
innerhalb eines Aquariums.
1995
Die Verkaufszahlen stiegen rapide an, so dass die Räumlichkeiten
schnell zu klein wurden. Die Produktion wurde von Stockholm nach Kopparberg
(ca. 80 km nördlich von Örebro und ca. 180 km westlich von
Stockholm) in größere und modernere Fabrikationsstätten
verlegt. |

Joel und Sune zusammen mit einigen ihrer Angestellten
und einem Elch am Back to Nature Messestand in Nürnberg.
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1996
In diesem Jahr wurde das Sortiment um verschiedene Modelle ergänzt,
die auch in kleinere Aquarien passen (die ersten Modelle hatten eine
Größe von 150-200 cm). Diese neuen Rückwände
erhielten die Namen Rocky und Miniamazonas (heute Amazonas 60, 80,
100, 120, 130, 150 und 160).
Noch im selben Jahr wurde das Modell Red Sea eingeführt, speziell
entwickelt für Meerwasseraquarien.
Ein großes Feuer zerstörte die komplette Fabrik
im November 1996. In nur 2 Monaten konnte jedoch die Produktion in
neuen Räumlichkeiten wieder aufgenommen werden. |
1997
Sune zog sich aufgrund seines Alters zuück, behielt aber die
Tätigkeit als Dozent für "Dekoration in Aquarien" und "Wie
baut man seine eigene Aquarienrückwand" bei.
In diesem Jahr wurde die Produktpallete um sehr große Modulfelsen
erweitert. Diese ermöglichen die Dekoration von großen
Flächen in öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Hotels,
Restaurants, oder öffentlichen Aquarien. |

On the Rocks AB produziert auch Groß-Module für
öffentliche Aquarien, Banken, Hotels u.a.
(das Photo zeigt die Treppenhalle eines Hotels). |
1998
Ein neues Rückwand-Modell wurde aufgenommen. Es ist flacher als
die anderen Rückwände und ermöglicht einen Einbau in
Aquarien mit geringerer Tiefe. Es erhielt den Namen Rocky Juwel.
Kjell Fohrman zog sich mehr und mehr aus dem Geschäftsleben zurück
und verkaufte seinen Anteil von Back to Nature wieder an Joel.
Kjell ist aber immer noch als Händler tätig und bringt Bücher
der Serie "Back to Nature" heraus.
1999
Eine weitere "flache" Rückwand wurde vorgestellt - Orinoco-Juwel.
2000
Eine große Rückwand mit integriertem Wasserfall, eigentlich
mehr für Paludarien als Aquarien gedacht (jedoch oft auch in
Aquarien verwendet), wurde unter dem Namen Spring Rock auf dem Markt
eingeführt.
2003
In diesem Jahr vervielfachte sich die Produktion im Vergleich zu den
Vorjahren, und die Fabrik wurde zu klein. Joel kaufte ein neues Fabrikgelände
(in Kopparberg), das eine auf Expansion ausgerichtete und effektivere
Produktion sicherstellt. |

Die neue Fabrikationsstätte in Kopparberg, Schweden. |
2004
Auf der Inter Zoo in Deutschland (10 Jahre nach der ersten Präsentation)
stellt Back to Nature ein komplett neues System für Aquarienrückwände
vor - Woodrock.
Diese neuen Rückwände übernehmen einerseits die bewährten
Eigenschaften der alten Systeme (die bereits legendäre Qualität,
das naturgetreue Design und die Möglichkeit, die technische Ausstattung
hinter der Rückwand zu verstecken), eliminieren andererseits
jedoch den etwas aufwändigen Einbau des alten Systems. Woodrock
ist ein System aus aus verschiedenen Elementen, die auf unterschiedliche
Art und Weise kombiniert werden können. Gleichzeeitig sind durch
wasserführende Kanäle miteinander verbunden.
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Heute ist Back to Nature der führende Markenname
für Aquarienrückwände. Back to Nature Rückwände
werden immer noch ausschließlich in Schweden produziert und
verkauft, darüber hinaus jedoch über Zwischenhändler
weltweit importiert (z. B. alle skandinavischen Länder, Deutschland,
Niederlande, Schweiz, Österreich, Belgien, Estland, Griechenland,
Polen, Großbritannien, Italien, Tschechien, Ungarn, Russland,
USA und Süd Korea).
Mit der neuen Produktlinie - Woodrock - wird sich die erfolgreiche
Vermarktung noch spürbar steigern. Die Back to Nature Rückwände
werden mit Sicherheit den Siegeszug in weitere Länder fortsetzen.
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