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Einbauvarianten

Konzeptbedingte Randbedingungen

Die naturgetreue Formgebung der Back to Nature Felswände hat zur Folge, dass durch die damit verbundene Dreidimensionalität zwischen Felswand und Aquarien-Rückscheibe, je nach Felswand Bauform, ein Hohlraum in der Größenordnung von 5 bis 18% des Aquarienvolumens entsteht. Diese Tatsache hindert manchen Aquarianer trotz Faszination am Einbau einer Back to Nature Rückwand. Denn dieser Raum wird den Fischen einerseits als Schwimmraum entzogen, andererseits füllt er sich bei unsachgerechter Nutzung trotz gewissenhaftester Abdichtung mit Wasser, wobei sich dieses allmählich „bemerkbar“ zersetzt, und dieser Zwischenraum gelegentlich von überspringenden Fischen zusätzlich als „Auffangbecken“ aufgesucht wird.

Gebräuchliche Einbauvarianten


Beim Einbau einer Back to Nature Rückwand muss grundsätzlich darauf geachtet werden, dass besagter Zwischenraum mit seinem Wasservolumen nicht hermetisch abgeschottet, sondern letzteres in den Wasserkreislauf des Aquariums miteinbezogen wird und somit den Fischen weiterhin zur Verfügung steht. Die meisten Aquarien leiden nicht darunter, dass die Fische zu wenig Schwimmraum vorfinden, sondern zu wenig unbelastetes Wasser zur Verfügung haben. Nicht umsonst wird gefordert, dass das Verhältnis Fische zu Wasservolumen im biologischen Einklang sein soll. Berücksichtigt man darüber hinaus, dass das Fehlen einer faszinierenden Back to Nature Rückwand oft durch übermäßige Bepflanzung oder kunstvolle Einbauten von Wurzeln oder Gesteinsmassen kompensiert wird, dann wird nicht nur der Schwimmraum in mindestens gleichem Ausmaß beeinträchtigt, sondern darüber hinaus das Wasservolumen effektiv reduziert. Eine Felswand im Hintergrund ermöglicht, die Zusatzdekoration dezent auszuführen, womit den Fischen viel Schwimmraum geboten werden kann.





Es überrascht, wie häufig der Zwischenraum zwischen Felswand und Rückscheibe des Aquariums als Todraum unbenutzt bleibt. Die Mehrzahl der Anwender ist sich jedoch der damit verbundenen Nachteile bewußt. Um das darin befindliche Wasser in den Kreislauf mit einzubeziehen wird dieser Raum oft im Rahmen einer konventionellen Filterung als eine Art Schlammkammer genutzt, in der entweder ein Innenfilter (Abb. 1) oder die Ansaugleitung (Abb. 2) für einen außerhalb des Aquariums installierten Topf- oder Rieselfilter untergebracht ist. In beiden Fällen wird das gefilterte Wasser mittels Druckleitung ins Aquarium zurückgeführt. Das Schmutzwasser selbst gelangt aus dem Aquarium entweder unterhalb der Rückwand durch den Sand mittels Bodengitter (Abb. 3 / a) oder durch Zulauföffnungen im unteren Teil der Rückwand (Abb. 3 / b)oder aber durch Überlaufgitter im oberen Bereich der Rückwand (Abb. 3 / c), oft angewandt in Verbindung mit außenliegenden Rieselfiltern unterhalb des Aquariums, um ein Auslaufen des Aquariums zu vermeiden.


Aber auch diese Methode wird nicht von jedem Aquarianer bedingungslos akzeptiert. Was dabei vor allem stört ist die Tatsache, dass sich der Großteil des Schmutzes auf dem Boden des Zwischraumes sammelt und wegen der bedingten Zugänglichkeit nur teilweise entfernt werden kann. Dieser Rest-Schmutz zersetzt sich und belastet dadurch zu 100% den Wasserhaushalt in Form von Ammonium (NH4), Ammoniak (NH3, sehr giftig), Nitrit (NO2, giftig) und Nitrat (NO3, schwach giftig und verantwortlich für Algenbildung). Bei fehlender biologischer Filterung kann dieser Belastung nur durch regelmäßigen Wasserwechsel (Schadstoffverdünnung) entgegengewirkt werden. Bei der Wasserzufuhr unterhalb der Rückwand durch den Aquarienkies wird zusätzlich als nachteilig empfunden, dass durch den im Kies abgelagerten Schlamm eine permanente Verschmutzung und Verfestigung des Kieses einhergeht, was die Durchlässigkeit des Schmutzwassers reduziert und zu erhöhten Mulmablagerungen im Aquarium führt. Bei der Wasserzufuhr mittels Überlaufgitter wird zwar das Entstehen einer Kamhaut erfolgreich vermieden, doch der damit verbundene Nachteil, dass hierbei lediglich die auf der Oberfläche schwimmenden Verschmutzungen abgsaugt werden und der eigentliche Schmutz sich zur Hauptsache als Mulm auf dem Aquarienboden absetzt, ist aus vielen Anwendungen hinreichend bekannt.


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